Image by Jon Cartagena

Master Account
(Wheel-Strategie light)

Hier berichten wir vom Tradingansatz und den Ergebnissen aus unserem Haupt-Handelskonto. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Website beläuft sich die hier investierte Summe auf ca. 74 tausend US$. Festzuhalten ist an dieser Stelle, dass wir dieses Konto monatlich mit ca. 1.000 € weiter Auf Kapitalisieren.

"Wir betrachten unsere Investments wie den Kauf einer Anlage oder einer Maschine."

Viele Investoren oder besser gesagt viele Trader, wenn nicht sogar die meisten, bemessen Ihre Investments am Kurserfolg oder am zu erwartenden Kurserfolg. Wir versuchen Aktien aus einem etwas anderen Blickwinkel zu betrachten.

Nämlich wie den Kauf einer Maschine. Diese schafft man an und die Maschine erwirtschaftet dann über ihre Lebensdauer einen regelmäßigen Ertrag (im Besten Fall). So in etwa ist unser Ansatz zu verstehen.

Wir versuchen bereits beim Kauf eines Wertes (dem initialen Invest) einen Ertrag zu realisieren. Meist über den Verkauf einer Put Option. Dies hat zwei große Vorteile aber auch zwei  Nachteile gegenüber dem direkten Investment.

Vorteil eins = wir generieren über die erzielte Optionsprämie einen direkten Ertrag (idR. 3% der geplanten Investmentsumme), oft kombiniert mit Vorteil zwei = der Strike der Option ist unter dem aktuellen Marktpreis der Aktie.

Nachteil eins = wir müssen immer 100 Stk. des Underlyings handeln pro Option, dies mach manche Werte für uns unhandelbar. Nachteil zwei = Der Marktpreis des Underlyings (zu Grunde liegende Aktie) steigt wärend der Laufzeit der Option und wir erhalten keine Andienung. Aber hier können wir das ganze Spiel ja einfach wiederholen.

So, geschafft, wir haben unsere 100 Aktien im Depot, wie geht es weiter? Wenn möglich verkaufen wir dann eine Call Option an oder über dem Kaufpreis der Aktie und erhalten eine Prämie (auch idR. 1% bis 3% des Investments) und sofern der Wert während unserer Haltedauer eine Dividende ausschüttet, erhalten wir auch diese.

Wenn man mal zusammenrechnet summieren sich so Stück für Stück die Prozente und wir lassen die "Maschine" (unser Investment) produzieren.

Zurückblickend gelingt uns somit pro Investment eine Rendite zwischen 10% und 25%. Wir finden das ganz okay, zumal wir selten wirklich lange investiert sind.

Wir mögen es Ergebnisse für uns sprechen zu lassen! Denn sind wir doch einmal ehrlich, oft sagen Daten und Fakten mehr als tausend Worte.

Hier ist der operative Cashflow unseres Haupthandelskontos auf monatlicher Basis in USD dargestellt (nicht zu verwechseln mit dem Bilanzrechtlichen oder Steuerrechtlichen Opening und Closing Buchungen). Wenn der "Wasserfall" steigt, dann haben wir unseren Job zunächst schon einmal ganz gut gemacht!

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Warum eigentlich "Wheel Strategie light"?

Das Options-Wheel ist natürlich keine Erfindung von uns und man findet im Netz viele gute Videos und Erklärungen zu diesem Thema. Alles in allem sind wir auch davon überzeugt, dass das Wheel in "Reinform" profitabel ist. Aber! Es ist uns zu volatil, da oft in sehr geringer Diversifikation gehandelt. Sprich, das man hier oft nur mit 5 oder maximal 10 verschiedenen Titeln gleichzeitig im Wheel arbeitet.

Hier sind wir deutlich breiter aufgestellt, aktuell halten wir zum Beispiel ca. 25 Werte in unserem Portfolio. Warum? Dies verschafft uns deutlich weniger Schwankung und oft mehr Möglichkeiten Income generierende Trades aufzusetzen. Denn selbst in ganz schwierigen Marktphasen (Feb-Jun 2022) performen oft einzelne Werte sehr unterschiedlich.

Als zweiten Punkt ziehen wir unsere Grenze bei der Nutzung eines Margindarlehens deutlich enger. Wo viele Wheel Trader bis zu 100% des eingesetzten Kapitals zusätzlich nutzen beschränken wir uns hier auf in etwa 30%. Ja, das macht uns langsamer, aber vermindert das Risiko in eine echte Krise bzw. sogar einen Margincall (Zwangsliquidierung durch den Broker) zu geraten deutlich.

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Unsere Werteauswahl

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Hier in diesem Bereich sehen Sie die aktuelle (in% dargestellte) Übersicht unseres Aktienportfolios. Welche Faktoren sind für uns wichtig? Worauf achten wir und was hat in der Vergangenheit nicht so gut funktioniert?

  • Aktienauswahl (Underlying)

    • Wir mögen Aktien mit einer mittleren bis hohen Dividendenrendite (2% - 7%), die Auszahlungsquote sollte allerdings unter 100% liegen.​

    • Wir mögen Aktien aus dem Kreis der großen Indizes. Da Werte aus dem S&P500 und Nasdaq100 idR. eine ständige Preisfindung, ständige Liquidität und Optionierbarkeit aufweisen.

    • Wir mögen Aktien welche wir zu 100 Stk. oder einem vielfachen handeln können. Sprich sie sollten nicht viel teurer als $100 pro Stück sein.

    • Und wir mögen Aktien welche sich recht volatil innerhalb einer gewissen Trading Range befinden. Da wir hier immer wieder interessante Einstiegs und Ausstiegspunkte finden.

  • Worauf müssen wir achten?

    • Keine zu großen Konzentrationen in einzelnen Industriesektoren. Damit sich uns in allen Marktphasen interessante Handelsmöglichkeiten bieten.​

    • Echter Wert des Underlyings. Wir suchen nach Unternehmen welche wir auch sehr lange im Depot halten können und kaum ein Risiko des Totalverlustes bestünde.

    • Unsere Gesetzte Margin Begrenzung beachten. Dies ist vielleicht der wichtigste Punkt von allen! Wir erlauben uns idR. einen Margin-Kredit in Höhe von $25.000, in Ausnahmefällen von $30.000. Damit begrenzen wir die Nutzung von Fremdkapital in rund 25% des eingezahlten Kapitals. Dies hält die Zinsbelastung in Grenzen und schützt uns selbst im Falle einer großen Korrektur vor dem Ruin.